Mojo de aguacate in einer Schale serviert

Mojo de aguacate Rezept: Eine cremige Umarmung auf den Kanaren

Mojo de aguacate (Avocado Mojo) ist ein leuchtend grüner, cremig veganer Dip, der in 10 Minuten Urlaub auf den Teller zaubert – perfekt zu Fisch, Runzelkartoffeln (Papas Arrugadas) oder knusprigem Brot. Schnell, frisch und unwiderstehlich cremig!

Wenn wir heute eine echte kanarische Mojo anrühren, dann machen wir weit mehr als nur Zutaten zusammenzurühren – wir rühren tief in der Geschichte des Atlantiks. Das Wort „Mojo“ flüstert uns Geheimnisse zu, wenn man es sanft ausspricht. Es stammt vermutlich vom portugiesischen „Molho“ ab, ein kulinarisches Echo der alten Handelsrouten und der müden Seefahrer, die einst in den geschützten Häfen der Inseln Anker legten. Sie brachten Schätze aus Südamerika mit: leuchtende Paprikaschoten, exotische Gewürze und den charakteristischen Koriander. Auf dem vulkanischen Boden der Kanaren verschmolzen diese Entdeckungen zu etwas völlig Neuem.

Im Herzen ist jede traditionelle kanarische Mojo ein Kunstwerk der vollkommenen Balance. Die Hauptrollen spielen dabei das richtige Olivenöl und der Essig. Hier an der Qualität zu sparen, wäre, als würde man versuchen, ein meisterhaftes Gemälde auf dünnem Zeitungspapier zu malen. Ein samtiges, tiefgrünes, mildes Olivenöl und ein charaktervoller, milder Essig bilden die Leinwand, auf der die restlichen Aromen gleich ihr Tänzchen wagen dürfen.

Die grüne Magie der Avocado Mojo: Eine neue Liebe

Mojo de aguacate im Moerser

Neben dem tiefen, fast erdigen Geschmack einer klassischen Mojo de Verde gibt es ein Rezept, das mein Herz im Sturm erobert hat: die Mojo de aguacate – oder einfach: Avocado-Mojo. Es vereint das Beste aus zwei Welten, als würde die klassische, feurige Mojo eine sanfte, luxuriöse Umarmung von einer perfekt gereiften, butterweichen Avocado erhalten.

Diese Variante ist von einer unvergleichlichen Cremigkeit. Wenn ich sie zubereite, hole ich das beste Brot, das ich finden kann, röste es kross an und streiche die grüne Creme dick darauf. Sie schmeckt nach Urlaub, nach weichem Licht und salzigem Meerwasser. Sie ist die perfekte Begleiterin zu einem frisch in der Pfanne gebratenen Fisch oder zu den kultigen, salzigen Runzelkartoffeln (Papas Arrugadas). Sogar ein simples Sandwich mit einer dicken Scheibe Weißkäse wird durch sie zu einem royalen Snack.

Tipp: Wer es feurig mag und eine rote Reise durch die Inseln wagen will, findet hier das Rezept für die feurige Mojo Picon.

Die Schatzkiste der Zutaten einer Mojo de aquacate

Mojo de aguacate 1
  • 1 reife Avocado
  • 1 Bund frische Petersilie
  • 1 oder 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Zitrone (davon der Saft)
  • 25 ml Essig
  • 100 ml natives Olivenöl extra
  • 1 scharfe grüne Paprika (oder eine milde Chili, je nach gewünschter Schärfe)
  • 1 TL Salz
  • Ein kleiner Schuss Wasser zum Anpassen der Konsistenz

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Avocado-Mojo

Schritt 1: Das grüne Fundament: Die Avocado halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale löffeln und grob hacken. Die Petersilienblätter waschen, trocken schütteln und abzupfen. Die Knoblauchzehen schälen. Den Kreuzkümmel kurz rösten, sobald er duftet, vom Herd nehmen.

Schritt 2: Die grüne Paprika bzw. Chilischote entstielen, längs aufschneiden und die scharfen Kerne sowie die weißen Innenwände gründlich entfernen. In feine Stücke schneiden. Die Petersilie oder Koriander fein hacken. Den gerösteten Kreuzkümmel mit dem Meersalz fein mösern.

Schritt 3: Erst die Avocado, dann den Chili, die Knoblauchzehen und Petersilie oder Koriander in den Mörser geben. Mit etwas frischen Zitronensaft beträufeln (das schützt die leuchtende Farbe!) und fein zermörsern. Langsam den Essig hinzufügen und weiter pürieren. Das Olivenöl langsam in einen feinen Strahl hinzufügen und gründlich pürieren, bis eine vollkommen glatte, cremige Masse entsteht.

Cremige, grüne Avocado-Mojo im Mörser servierfertig
Mojo de aguacate (Avocado Mojo) – ein leuchtend grüner, cremig veganer Dip

Falls die Mojo zu dickflüssig erscheint, einfach noch einen kleinen Schluck Wasser hinzufügen. Abschmecken, bei Bedarf mit einer Prise Salz nachjustieren – und genießen!

Die besten Alternativen für die grüne Mojo (Mojo Verde)

Da die grüne Variante von Frische und einer eleganten Milde lebt, suchen wir nach Schoten mit einer dünnen Haut und einem saftigen, leicht süßlichen Aroma.

Normale grüne Blockpaprika (mit Vorsicht): Sie ist die absolute Notlösung. Da sie sehr dickfleischig ist, bringt sie viel Wasser in die Sauce. Nimm hier am besten nur eine halbe Schote und ergänze sie mit viel frischer Petersilie oder Koriander, damit deine Mojo nicht nach „gemüsigem Salat“ schmeckt.

Grüne Spitzpaprika: Das ist der absolute Hauptgewinn im Supermarktregal. Sie kommt den kanarischen Saucenpaprikas am nächsten. Sie ist länglich, hat eine dünne, zarte Haut (wichtig für die cremige Textur) und schmeckt herrlich mild-fruchtig, ohne die herbe Note der normalen Blockpaprika.

Pimientos de Padrón (Bratpaprika): Es gibt diese kleinen, grünen Tapas-Klassiker mittlerweile fast überall. Du kannst sie im Ganzen verwenden. Einziger Insider-Tipp: Sie schmecken roh etwas rustikaler und leicht bitter. Wenn du es milder magst, schneide sie kurz auf und entferne die Kerne.

FAQ: Häufige Fragen zur Avocado-Mojo

Wie lange hält sich die Avocado-Mojo im Kühlschrank?

Die Avocado-Mojo hält sich in einem luftdicht verschlossenen Glas etwa 3 bis 5 Tage im Kühlschrank. Da Avocado oxidiert, kann sich die Oberfläche leicht dunkel verfärben – einfach kurz umrühren, dann ist sie wieder frisch grün und lecker.

Kann man Mojo de aguacate einfrieren?

Das Einfrieren wird für diese Mojo nicht empfohlen. Die Konsistenz der Avocado verändert sich nach dem Auftauen meist stark und die frischen Kräuter sowie das Olivenöl verlieren an Aroma. Da die Zubereitung nur 10 Minuten dauert, genieße sie am besten immer frisch!

Was ist der Unterschied zwischen Mojo Verde und Avocado-Mojo?

Die klassische Mojo Verde basiert meist auf Olivenöl, Essig, Knoblauch, grünen Paprika und Koriander oder Petersilie. Die Mojo de aguacate ist eine cremigere Variante, bei der die Avocado als Basis dient. Sie ist milder und hat eine luxuriöse, buttrige Textur, die hervorragend zu Fisch oder Brot passt

Welche Beilagen passen am besten zur Avocado-Mojo

Die Avocado-Mojo ist ein wahrer Allrounder! Sie schmeckt hervorragend zu den kanarischen Runzelkartoffeln (Papas Arrugadas), gebratenem oder gegrilltem Fisch, als Dip zu knusprigem Weißbrot oder als Aufstrich in Sandwiches und Wraps.

Habt ihr diese grüne Köstlichkeit schon einmal ausprobiert? Mit welchem Brot kombiniert ihr sie am liebsten? Schreibt es mir in die Kommentare – ich liebe es, eure Geschichten zu hören!

Avocado-Mojo: Eine cremige Umarmung

Rezept von Micha KochGang: Dips, BeilagenKüche: Spanisch, Kanarische KücheSchwierigkeit: Einfach
Portionen

4

Portionen
Zubereitungszeit

5

Minuten
Kochzeit

10

Minuten

Mojo de aguacate (Avocado Mojo) ist ein leuchtend grüner, cremig veganer Dip, der in 10 Minuten Urlaub auf den Teller zaubert – perfekt zu Fisch, Runzelkartoffeln (Papas Arrugadas) oder knusprigem Brot. Schnell, frisch und unwiderstehlich cremig!

Zutaten

  • 1 reife Avocado

  • 1 Bund frische Petersilie

  • 1 oder 2 Knoblauchzehen

  • 1/2 Zitrone (davon der Saft)

  • 25 g Essig

  • 100 g natives Olivenöl extra

  • 1 scharfe grüne Paprika (oder eine milde Chili, je nach gewünschter Schärfe)

  • 1 TL Salz

  • Ein kleiner Schuss Wasser zum Anpassen der Konsistenz

Anweisungen

  • Die Avocado halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale löffeln und grob hacken. Die Petersilienblätter waschen, trocken schütteln und abzupfen. Die Knoblauchzehen schälen. Den Kreuzkümmel kurz rösten, sobald er duftet, vom Herd nehmen.
  • Die grüne Paprika bzw. Chilischote entstielen, längs aufschneiden und die scharfen Kerne sowie die weißen Innenwände gründlich entfernen. In feine Stücke schneiden. Die Petersilie oder Koriander fein hacken. Den gerösteten Kreuzkümmel mit dem Meersalz fein mösern.
  • Erst die Avocado, dann den Chili, die Knoblauchzehen und Petersilie oder Koriander in den Mörser geben. Mit etwas frischen Zitronensaft beträufeln (das schützt die leuchtende Farbe vom Avocado!) und fein zermörsern. Langsam den Essig hinzufügen und weiter pürieren. Das Olivenöl langsam in einen feinen Strahl hinzufügen und gründlich pürieren, bis eine vollkommen glatte, cremige Masse entsteht.
  • Falls die Mojo zu dickflüssig erscheint, einfach noch einen kleinen Schluck Wasser hinzufügen. Abschmecken, bei Bedarf mit einer Prise Salz nachjustieren – und genießen!
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