Gegrillter Kabeljau nach traditioneller spanischer Art mit gegrillten Gemüse

Bacalao a la Brasa – Gegrillter Kabeljau nach traditioneller spanischer Art

Liebst du Fisch genauso wie ich? Dann ist gegrillter Kabeljau – oder wie man ihn in Spanien nennt: Bacalao a la Brasa – dein neues Lieblingsrezept!

Sobald der Kabeljau in der Grillpfanne oder auf dem Grill landet, erwachen Urlaubserinnerungen. Doch damit das Ergebnis genauso gelingt wie in der mediterranen Strandbar, ist die richtige Technik entscheidend. Wer Fisch grillen liebt, weiß auch: Kabeljau ist eine echte „Fisch-Diva“. Sein Fleisch ist so unglaublich zart, edel und lamellenartig, dass es beim Wenden auf dem Grill schnell zu einem Nervenkitzel werden kann – ein wahrer Tanz mit dem Feuer!

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Gegrillter Kabeljau mit Röstkartoffeln, gegrillten Gemüse in feiner Petersilien-Knoblauchsauce

Gegrillter Kabeljau nach traditioneller spanischer Art ist eine pure Liebeserklärung an den Fischgeschmack. Es braucht kein Chichi, sondern nur Hitze, exzellentes Olivenöl, Knoblauch und ein großartiges Stück Fisch. Damit dein Filet außen eine goldbraune Kruste bekommt, innen wunderbar saftig bleibt und garantiert nicht am Rost kleben bleibt, nehmen wir dich heute mit auf eine kleine Reise zum perfekten Grillergebnis. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Kabeljau grillen kannst wie ein Profi.

Frischer Kabeljau vs. traditioneller Bacalao – Was kommt auf den Grill?

Bevor wir den Grill anzünden und die Zutaten herrichten, stehen wir vor einer Entscheidung, die zwei völlig verschiedene Welten des Geschmacks eröffnet. Im spanischen Originalrezept verwenden wir Bacalao, also traditionell gesalzenen und getrockneten Kabeljau. Dieser Prozess verleiht dem Fisch eine wunderbare Tiefe.

Wenn du ihn an der Fischtheke suchst, frage nach Bacalao oder eben explizit nach getrocknetem Fisch zum Entwässern – er ist das Herzstück dieses mediterranen Erlebnisses. Alternativ kannst du auch frischen Kabeljau nehmen. Beides schmeckt phänomenal, aber es sind zwei völlig verschiedene Welten auf der Zunge. Was ist der wahre Unterschied zwischen Bacalao und frischen Kabeljau?

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Getrockneter Bacalao gibt es online oder in portugiesisch spanischen Supermärkten

Hier in Deutschland auf dem Wochenmarkt greifen wir meistens instinktiv nach dem fangfrischen, eleganten Kabeljau. Er ist die pure, unschuldige Eleganz – mild, leicht süßlich und von einer fast zerbrechlichen Zartheit. Auf dem Grill fordert er deine ganze Aufmerksamkeit, weshalb hier ein schützender Fischbräter dein bester Verbündeter ist.

In den engen Gassen von Barcelona oder den Fischerdörfern Galiciens flüstert man dir jedoch ein anderes Geheimnis zu: den traditionellen Bacalao. Dies ist Fisch mit einer Seele, die durch die Zeit geformt wurde. Er wurde durch grobes Meersalz haltbar gemacht, wodurch sein Fleisch kompakter, wunderbar fest und unglaublich tief im Geschmack wird. Auf dem Grill ist er ein wahrer Traum, weil er die Hitze stolz pariert und nicht auseinanderfällt.

Das Ritual des Wässerns: Dem Salzfisch das Leben zurückgeben

gesalzener Bacalao wird entsalzt
In einer Schüssel voller kaltem Wasser wird der trockene Bacalao für 36-48 Stunden entsalzt

Wenn du dich für den traditionellen Bacalao entscheidest, beginnt das Kochabenteuer schon Tage vor dem eigentlichen Grillabend. Es ist ein fast meditatives Ritual, bei dem wir dem Fisch Stück für Stück die salzige Härte nehmen und ihm seine saftige Frische zurückgeben:

  1. Die erste Waschung: Spüle die Filets unter eiskaltem, fließendem Wasser ab, um die dicke, weiße Salzkruste sanft wegzuküssen.
  2. Das schwebende Bett: Lege den Fisch in eine große Schüssel voller kaltem Wasser – und zwar mit der Hautseite nach oben. Da Salz schwerer ist als Wasser und nach unten sinkt, verhindern wir so, dass sich das Salz direkt wieder im Fleisch festsetzt.
  3. Die kühle Ruhe: Lass die Schüssel für 36 bis 48 Stunden im Kühlschrank ruhen.
  4. Der Gezeitenwechsel: Sei ein guter Gastgeber für deinen Fisch. Wechsel das Wasser alle 8 bis 12 Stunden. Mit jedem Wechsel zieht die Kälte mehr Salz aus den Fasern und macht das Fleisch bereit für das Feuer.

Ein kleiner Küchen-Flüsterer: Schneide nach eineinhalb Tagen ein winziges Stückchen ab und brate es kurz in der Pfanne. Ist es noch zu intensiv? Dann schenk ihm einfach noch ein paar Stunden im frischen Wasserbad. Du ahnst es sicher schon: Da der Bacalao von Natur aus eine feine Salznote behält, sei mit zusätzlichem Salz später beim Würzen extrem sparsam!

So gelingt gegrillter Kabeljau: Das richtige Werkzeug

Bevor wir uns die verschiedenen Methoden anschauen, klären wir die Frage, die mir als leidenschaftlichem Fisch-Fan wohl am häufigsten gestellt wird: Welcher Grill ist eigentlich optimal für gegrillten Kabeljau nach traditioneller spanischer Art?

Kabeljau grillen im klappbaren Fischrost über einem rauchenden Holzkohlegrill
Die sicherste Methode für Outdoor-Fans: Im schützenden Fischbräter bleibt das zarte Fleisch garantiert am Stück.

1. Der Kugelgrill – Das rauchige Spanien-Feeling

Er ist die absolute Königsklasse für Kabeljau grillen. Durch die glühenden Kohlen bekommt die Haut in den ersten Minuten genau die Hitze, die sie braucht. Sobald du den Deckel schließt, verwandelt sich der Kugelgrill in einen perfekten Umluftofen. Die Hitze zirkuliert, gart das Kabeljau-Filet von oben sanft mit und verleiht ihm dieses unnachahmliche, rauchige Spanien-Feeling. Empfehlenswert sind hier der Weber Master-Touch GBS E-5750 oder der Rösle No. 1 Belly F50.

2. Der Gasgrill – Die Oase der Kontrolle

Er ist dein bester Freund, wenn du maximalen Komfort suchst. Du kannst die Temperatur haargenau steuern. Mein Tipp: Heize ihn mit geschlossener Haube auf ca. 200–220 °C vor. Lass die Brenner direkt unter dem Bacalao a la Brasa voll laufen, aber halte eine „indirekte Zone“ (Brenner aus) bereit. Sollte die Haut vom zu schnell dunkel werden, schiebst du den Bacalao a la brasa einfach rüber in die kühlere Ecke. Deckel zu und entspannen! Ein bewährtes Modell ist hier der Weber Spirit II E-310 GBS.

3. Das große Wagnis: Gegrillter Kabeljau und der nackte Grillrost

Den Kabeljau direkt und ungeschützt auf den normalen Grillrost zu legen, ist die wohl mutigste Variante für dieses Rezept – die wahre Königsdiplomatie. Da ich selbst nicht der größte Grill-Guru vor dem Herrn bin, stellt mich diese Methode auch immer wieder vor eine echte Herausforderung. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift stattdessen zu einem schützenden Fischbräter.

4. Kabeljau in der Grillpfanne – Das entspannte Küchen-Abenteuer

Wenn du keine echte Holzkohleglut hast, ein eigener Garten fehlt oder das Wetter mal wieder absolut nicht mitspielt, gibt es eine fantastische Alternative. Kabeljau in der Grillpfanne aus Gusseisen auf dem Herd oder im Ofen zu kochen, zaubert dir das Urlaubsfeeling direkt in die Küche.

Saftiger Kabeljau in der Grillpfanne auf dem Herd
Die gelingsichere Alternative für die Küche: In der heißen Gusseisenpfanne bekommt die Diva wunderbare Röstaromen.

In einer schweren Grillpfanne aus Gusseisen klebt der Fisch im Normalfall überhaupt nicht an – vorausgesetzt, die Hitze stimmt. Und selbst wenn sich das Eiweiß des Fisches mal ganz leicht am Pfannenboden festsetzen, hat die Grillpfanne einen riesigen Pluspunkt gegenüber dem offenen Grill: Die Oberfläche ist geschlossen. Es kann kein kostbares Stück Kabeljau durch die Stäbe in die Glut fallen. Du kannst das Filet ganz entspannt und in aller Ruhe mit einem flachen Pfannenwender anheben und wenden. Das Ergebnis schmeckt verblüffend intensiv nach Sommer.

Die Zutaten für dein Bacalao a la Brasa

  • 2 Kabeljau-Filets mit Haut (entweder traditionell entsalzter Bacalao oder fangfrisch vom Markt)
  • Natives Olivenöl extra (greif hier wirklich zu einem guten, fruchtigen Öl)
  • Grobes Meersalz (beim frischen Fisch für beide Seiten, beim Bacalao nur ein Hauch)
  • 2 Knoblauchzehen (in feine Scheiben geschnitten)
  • Frische Petersilie (fein gehackt)
  • Ein Spritzer Essig oder frischer Zitronensaft (optional, für die perfekte Frische)

Schritt für Schritt: So gelingt das Meisterwerk

Schritt 1: Den Fisch vorbereiten

Nimm deine Kabeljaufilets und tupfe sie mit Küchenpapier gründlich von allen Seiten trocken. Das ist das ganze Fundament für eine goldbraune Haut, die später nicht am Untergrund klebt. Bestreiche beide Seiten danach sanft mit etwas Olivenöl. (Falls du frischen Fisch nutzt, jetzt von beiden Seiten salzen).

Schritt 2: Das Grillen auf der Hautseite

Mit Kugelgrill: Heize deinen Grill gut vor. Die Kohlen sollten glühen und von einer feinen weißen Ascheschicht bedeckt sein – es dürfen keine Flammen mehr schlagen. Wir grillen bei mittlerer bis hoher Hitze. Sorge zudem dafür, dass dein Grillrost blitzblank sauber ist. Lege das gut geölte Filet mit der Hautseite nach unten auf den Rost und hülle es sofort unter die schützende Kuppel des Deckels. Das ist der Moment, in dem der Grill zum Umluftofen wird und die Hitze wie eine sanfte Umarmung den Fisch von allen Seiten umschließt. Lass ihm nun vier bis fünf Minuten absolute Ruhe – kein Wenden, kein Stören, nur das vertraute Knistern der Glut.

Nach etwa fünf bis sechs Minuten erfolgt der Moment der Wahrheit: Schenke dem Fisch einen sanften Druck mit der Gabel. Wenn die Lamellen nachgeben wie ein wohlgehütetes Geheimnis, ist dein Bacalao perfekt saftig und bereit für den Genuss. Sei jedoch wachsam: Sobald die siebte Minute anbricht, steht der Fisch an einer kritischen Schwelle, an der er seine kostbare Feuchtigkeit verlieren könnte. Nimm ihn also rechtzeitig von der Hitze, bevor die Zeit seine Zartheit raubt.

Mit dem Gasgrill: Heize deinen Grill mit geschlossener Haube auf etwa 200–220 °C vor. Lass die Flammen direkt unter dem Kabeljau-Filet auf Hochtouren laufen – das sorgt für eine knusprige Haut. Lege dein Filet nun mit der Hautseite nach unten auf die glühend heiße Fläche; du wirst das freudige Zischen hören, das den Beginn des kulinarischen Abenteuers markiert. Sollte die Haut zu eilig haben, dunkel zu werden, bevor das Innere bereit ist, schenke dem Fisch einen Tapetenwechsel: Schiebe ihn sanft in die kühlere, indirekte Zone deines Grills. Schließe den Deckel und lass die sanfte, zirkulierende Hitze die Arbeit beenden, bis das Fleisch im Kern bei einem leichten Druck mit der Gabel nachgibt – der Moment, in dem sich der Fisch in saftige, glänzende Lamellen teilt und bereit für den Teller ist.

Mit Fischbräter (Grillkorb): Wenn du das Grillen über offenem Feuer ohne die schützende Kuppel eines Deckels wagst, wird ein klappbarer Fischbräter zu deinem treuesten Gefährten – er ist das „Sicherheitsnetz“, das dein zartes Filet wie ein kostbares Juwel bewahrt. Da dir ohne Deckel die sanfte, umhüllende Oberhitze fehlt, wandert die Feuchtigkeit deines Bacalao in der freien Luft schneller auf Nimmerwiedersehen davon. Gehe daher mit der Zeit auf Tuchfühlung und nimm den Fisch lieber einen Herzschlag früher von der Glut, als er es verlangt. Dein Ziel ist ein magischer Moment: Wenn das Fleisch im Inneren den glasigen Schimmer des Meeres verloren hat und sich in ein strahlend weißes, saftiges Gewand hüllt, ist der Fisch an seinem kulinarischen Zenit angekommen – bereit, auf deinem Teller zum Star zu werden.

Mit der Grillpfanne: Die Pfanne muss richtig heiß sein. Bestreiche die Pfanne und den Fisch dünn mit Olivenöl. Lasse das Filet mit der Hautseite nach unten hineingleiten und widerstehe jeder Versuchung, es zu bewegen – schenke ihm für 4–5 Minuten absolute Ruhe für eine knusprige Textur. Erst wenn sich an den Rändern des Filets ein weißes Leuchten ausbreitet, darfst du es vorsichtig wenden. Gib ihm noch einmal 3–4 Minuten auf der zweiten Seite.

Erst wenn sich an den Rändern des Filets ein zartes, weißes Leuchten ausbreitet und signalisiert, dass die Hitze bis ins Herz gewandert ist, darfst du ihn vorsichtig wenden. Gib ihm noch einmal drei bis vier Minuten auf der zweiten Seite, bis er perfekt gegart ist – der Moment, in dem die Pfanne ihr Werk vollendet und der Fisch bereit ist, mit seinem vollen, mediterranen Charakter zu glänzen

Egal für welche Methode du dich entscheidest, gegrillter Kabeljau gelingt am besten, wenn du dem Fisch während der Garzeit die nötige Ruhe gönnst.

Schritt 4: Das aromatische Finale (Die Sauce)

Nahaufnahme von saftigem gegrillten Kabeljau in einer Knoblauch-Olivenöl-Schnittlauchsauce
Saftig gegrillter Kabeljau perfekt zubereitet mit Petersilien-Knoblauch-Sauce

Während dein Bacalao a la Brasa in der Hitze sein Aroma entfaltet, beginnt ein weiteres kleines, Abenteuer. Erhitze in einer kleinen Pfanne Olivenöl und lass die Knoblauchscheiben darin behutsam tanzen. Beobachte sie genau – sobald sie ein zartes, hellgoldenes Leuchten annehmen, ist der magische Moment gekommen, die Pfanne sofort von der Hitzequelle zu nehmen.

Achtung: Knoblauch ist temperamentvoll. Er wird in heißem Öl blitzschnell bitter, sobald er auch nur einen Hauch zu dunkel wird.

Rühre nun die frische, gehackte Petersilie unter und gib nach Belieben einen Spritzer Zitrone oder Essig hinzu. Wenn sich die Säure mit dem Olivenöl verbindet, geschieht etwas Wunderbares: Es entsteht eine leichte, fast seidige Emulsion. Diese Mischung ist das Bindeglied, das nicht nur für ein glänzendes Finish auf dem Teller sorgt, sondern das Aroma wie einen Teppich über den Fisch legt. Kurz vor dem Servieren gießt du dieses duftende Gold über deinen perfekt gegrillten Kabeljau – Was für ein herrlicher Duft!

Die wichtigsten Grilltipps auf einen Blick

  • Keine Hektik: Bewege den Fisch nicht, während er auf der Hautseite brät, sonst bricht die Struktur auf.
  • Mut zur Kürze: Überkochter Kabeljau verliert seine Seele und trocknet aus. Lieber etwas eher von der Hitze nehmen.
  • Haut-Schild: Lass die Haut beim Grillen immer dran. Sie schützt das edle Fleisch vor der direkten Hitze.
  • Hitze im Zaum halten: Ist dein Grill ein echtes Kraftpaket, reduziere die Hitze ein wenig und geh es langsamer an.

Häufig gestellte Fragen zu gegrillter Kabeljau (FAQ)

Kann man Kabeljau in einer Pfanne oder auf einer Grillplatte grillen?

Ja, das funktioniert sogar ganz hervorragend! Eine heiße Gusseisenpfanne, eine Plancha oder eine hochwertige Grillpfanne liefert ein grandioses Ergebnis, das dem echten Grillen geschmacklich in nichts nachsteht.

Welche Kabeljauart eignet sich am besten zum Grillen?

Suche nach dicken Filets, idealerweise aus dem Mittelstück geschnitten. Ob du den traditionellen, festen Bacalao oder den unendlich zarten, frischen Kabeljau wählst, entscheidet dein persönlicher Geschmack. Je dicker das Stück ist, desto saftiger bleibt es auf dem Feuer.

Woran erkennt man, ob der Kabeljau perfekt gegart ist?

Mach den sanften Drucktest: Wenn sich das Fleisch bei leichtem Druck mit einer Gabel wie von selbst in feine, saftige Flocken (Lamellen) teilt und innen noch wunderschön glänzt, ist dein Fisch perfekt.

Was passt zu gegrilltem Kabeljau?

In Südeuropa liebt man die einfachen Begleiter: Im Ofen geröstete Paprika, einfache Salzkartoffeln (die das Knoblauchöl so herrlich aufsaugen), gegrilltes Gemüse oder ein knackiger, frischer Blattsalat runden das Gericht perfekt ab.

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Bacalao a la Brasa – Gegrillter Kabeljau nach traditioneller spanischer Art

Rezept von Micha KochGang: AbendessenKüche: Spanisch, PortugiesischSchwierigkeit: Mittel
Portionen

2

Portionen
Zubereitungszeit

10

Minuten
Grillzeit

10

Minuten
Fisch entsalen

36-48

Stunden

Liebst du Fisch genauso wie ich? Dann ist gegrillter Kabeljau – oder wie man ihn in Spanien nennt: Bacalao a la Brasa – dein neues Lieblingsrezept! Sobald der Kabeljau in der Grillpfann oder auf dem Grill landet, erwachen Urlaubserinnerungen!

Zutaten

  • 2 dicke Kabeljau-Filets mit Haut (oder traditioneller gesalzener Bacalao)

  • etwas Natives Olivenöl extra

  • etwas Meersalz (beim Bacalao extrem sparsam verwenden)

  • 2 Knoblauchzehen (in feine Scheiben geschnitten)

  • 1 Bund frische Petersilie (fein gehackt)

  • 1 Spritzer Zitronensaft (alternativ Essig)

Anweisungen

  • Bacalao entsalzen (Wässern) falls verwendet
  • Verwende dicke Filets von entsalztem Kabeljau aus der Mitte.
  • Spüle die Filets unter eiskaltem, fließendem Wasser ab, um die dicke, weiße Salzkruste sanft wegzuküssen. Lege den Fisch in eine große Schüssel voller kaltem Wasser – und zwar mit der Hautseite nach oben. Da Salz schwerer ist als Wasser und nach unten sinkt, verhindern wir so, dass sich das Salz direkt wieder im Fleisch festsetzt.
  • Lass die Schüssel für 36 bis 48 Stunden im Kühlschrank ruhen. Wechsel das Wasser alle 8 bis 12 Stunden. Mit jedem Wechsel zieht die Kälte mehr Salz aus den Fasern und macht das Fleisch bereit für das Feuer.
  • Den Fisch gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen. Beide Seiten leicht mit Olivenöl bestreichen und optional mit einer kleinen Prise Salz bestreuen (bei Bacalao das Salz fast vollständig weglassen).
  • Die Zuberteitung auf dem Grill (Wähle zurerst deine Methode)
  • Grillen auf dem offenen Grill (ohne Deckel): Den Grill auf mittlere bis hohe Hitze bringen. Der Rost muss sauber und gut geölt sein. Den Fisch mit der Hautseite nach unten auf den Rost (oder im Fischkorb) platzieren. Für 5–6 Minuten absolut ungestört grillen, bis das Fleisch an den Seiten und der Oberfläche langsam weiß und blickdicht wird. Den Fisch vorsichtig wenden und auf der Fleischseite für weitere 2–3 Minuten fertig garen, bis er im Kern saftig-flockig ist.

    Kugelgrill: Bei mittlerer bis hoher Hitze in einem Fischkorb mit geschlossenem Deckel insgesamt ca. 7–8 Minuten garen (ca. 4–5 Minuten auf der Hautseite, nach dem Wenden weitere 2–3 Minuten), bis sich das Fleisch bei leichtem Druck in saftige Flocken teilt.

    Gasgrill: Auf 200–220 °C vorheizen. Den Fisch zuerst 4–5 Minuten auf der Hautseite scharf angrillen, danach vorsichtig wenden und weitere 2–3 Minuten in der indirekten Zone gar ziehen lassen, bis sich das Fleisch bei leichtem Druck in saftige Flocken teilt.

    Grillpfanne (auf dem Herd): Die Pfanne stark erhitzen. Den Fisch auf der Hautseite 4 Minuten ungestört braten, dann vorsichtig wenden und weitere 2–3 Minuten auf der Fleischseite fertig garen, bis sich das Fleisch bei leichtem Druck in saftige Flocken teilt.
  • Das Knoblauch-Aroma (Refrito)
  • Die Knoblauchscheiben in reichlich Olivenöl hellgold anbraten (nicht zu dunkel werden lassen!). Die Pfanne vom Herd nehmen, die gehackte Petersilie und den Zitronensaft einrühren. Die heiße Emulsion direkt vor dem Servieren über den fertigen Fisch gießen.

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